Das Museum

Ein Gebäude. Jedes Kapitel des Münchner Biers.

Hinauf durch neun Jahrhunderte Handwerk.

Ein monumentaler Kupferkessel steht im Herzen des offenen Atriums. Darum herum führt ein durchgehender Spiralweg die Besucher durch die gesamte Geschichte der Münchner Brauer — ihre Erfindungen, ihre Rivalitäten, ihre Kunst.

The Spiral

Die Spirale

Das Museum ist ein offener Rundgang, der die volle Höhe des Gebäudes erklimmt. Jedes Stockwerk zeigt ein neues Kapitel der Münchner Braugeschichte, vom Kloster bis zur modernen Renaissance. Und auf den obersten zwei Etagen die Geschichte des Oktoberfests selbst — zwei Jahrhunderte Wiesn, von einer königlichen Hochzeit 1810 bis zum größten Volksfest der Welt, erzählt mit Blick auf die Theresienwiese, wo alles stattfindet.

The Brewery

Die Brauerei

Eine funktionierende Mikrobrauerei im Herzen, wo sich Tradition und Innovation in jedem Sud begegnen.

The Theater

Das Theater

Ein Theater mit 200 Plätzen, in dem Braugeschichte durch Film, Live-Events und lebendiges Storytelling zum Ausdruck kommt.

Beer Gardens

Zwei Biergärten

Ein traditioneller Biergarten ebenerdig zwischen den Kastanienbäumen. Und oben auf dem Dach, neun Stockwerke hoch, eine Terrasse direkt über der Wiesn — mit Panoramablick von den Alpen bis zur Frauenkirche.

Von herzoglichen Brauordnungen bis zu modernen Brauaufzeichnungen.

DASFASSL soll Münchens erstes echtes öffentliches Zuhause für die originale Dokumentengeschichte seiner Bierkultur werden. Im Mittelpunkt steht eine permanente Archivausstellung mit originalen Braudokumenten und Artefakten — keine Reproduktionen, kein inszeniertes Storytelling. Die schriftliche Aufzeichnung selbst.

Von frühen herzoglichen Vorschriften über das Brauen und den Verkauf von Bier, über Zunftakten, Klosterbücher, Braukorrespondenz, technische Zeichnungen, Etikettenarchive bis hin zu modernen Markenunterlagen — DASFASSL verfolgt Münchens Braugeschichte durch die Dokumente, die sie geprägt haben.

Bayerische Landesordnung 1516 — Reinheitsgebot
Bayerische Landesordnung, 1516 „Wie das pier summer vnd whinter auffm lande sol geschenckht geprawen warda“ — Erlassen von Herzog Wilhelm IV. und Ludwig X., Ingolstadt, 23. April 1516
Die Brau-Sammlung

„Die Besucher werden die Geschichte des Münchner Biers nicht nur hören. Sie werden die schriftliche Aufzeichnung selbst sehen.“

Das oben gezeigte Originaldokument gehört zu den frühesten bekannten schriftlichen Regelungen für das Brauen und den Verkauf im Herzogtum Bayern — es legt genau fest, wann Bier im Sommer und Winter gebraut werden durfte, wie es verkauft werden musste, was es enthalten musste und wer die Aufsicht über die Produktion innehatte.

Dokumente wie dieses sind kein Dekor. Sie sind Belege. DASFASSL will ihnen ein dauerhaftes öffentliches Zuhause in der Stadt geben, die sie geprägt haben.

Das Pferde-Rennen 1810 — the horse race on the Theresens-Wiese where Oktoberfest began
Das Pferde-Rennen, 1810 Das Pferderennen auf der Theresens-Wiese zur königlichen Hochzeit — wo das Oktoberfest begann
Die Oktoberfest-Sammlung

Es begann mit einem Pferderennen. Am 17. Oktober 1810 versammelte sich München auf einer Wiese vor den Toren der Stadt, um die Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese zu feiern — und kam nie wieder davon los. Aus der Wiese wurde die Theresienwiese. Aus der Feier wurde das Oktoberfest.

DASFASSL baut eine eigene Oktoberfest-Sammlung auf, die von diesem ersten Tag bis zum Fest dieses Jahres reicht — Stiche und frühe Drucke, Rennprogramme und Festordnungen, Plakate, Maßkrüge, Medaillen, Fotografien, Trachten und Tonaufnahmen. Zwei Jahrhunderte Wiesn, Stück für Stück gesammelt, um endlich an dem einen Ort gezeigt zu werden, der Sinn ergibt: mit Blick auf den Boden, auf dem alles stattfindet.

Die Sammlung wächst bereits. Wir kuratieren die vollständigste öffentliche Aufzeichnung der Bier- und Braugeschichte, die je zusammengetragen wurde — Originaldokumente, Artefakte, Etiketten, Fotografien und Tonaufnahmen — gesammelt schon jetzt, bevor das Gebäude existiert, denn ein Zuhause verdient es, vom ersten Tag an gefüllt zu sein. In der digitalen Sammlung können Sie entdecken, was wir Stück für Stück zusammentragen — und in die ersten Kapitel des Audioguides hineinhören, der für die Tour selbst entsteht.

Die digitale Sammlung entdecken
Die Dokumentengeschichte
1300s – 1500s
Herzogszeit
Brauordnungen, herzogliche Dekrete, saisonale Produktionsregeln, Steueraufzeichnungen und die frühesten schriftlichen Gesetze darüber, was gebraut, verkauft und getrunken werden durfte.
1500s – 1700s
Zunft- und Klosterzeit
Zunftakten, Klosterbraubücher, Lieferverträge, Handelskontrollen und die Korrespondenz zwischen Münchens Klöstern und den städtischen Braubehörden.
1800s – 1900s
Königs- und Industriezeit
Brauerei-Erweiterungspläne, Konstruktionszeichnungen, Abfüllmaschinenpatente, Exportdokumente, Markenregistrierungen, Plakate, Etiketten und die Verwaltungsunterlagen der sechs großen Münchner Brauereien.
1900s – Heute
Modernes München
Oktoberfest-Dokumentation, Brauwissenschaft, moderne Markenarchive, Identitätssysteme, Festfotografie, mündliche Überlieferungen und die lebendige Aufzeichnung von Münchens fortbestehender Bierkultur.
Was das Archiv enthalten wird

Originalschriftstücke

Herzogliche Dekrete, Brauordnungen, saisonale Produktionsvorschriften, Zunftakten, Braulizenzen, Steuerunterlagen, Genehmigungen, Verträge und Korrespondenz — von der Herzogszeit bis heute.

Historische Objekte & Artefakte

Brauereibücher, amtliche Siegel, Flaschen, Zapfhähne, Krüge, Werbeplakate, Lieferkisten, Markengläser, Werkzeuge, Gäranlagen und die physischen Objekte des Münchner Brauwesens über neun Jahrhunderte.

Wechselausstellungen

Seltenes und empfindliches Material in wechselnden Ausstellungen — aus Münchens Brauereien, dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv, dem Stadtarchiv, Universitätssammlungen, Bibliotheken und Privatsammlungen.

Forschung & Kuratierung

Ein langfristiges kuratorisches Programm, das originale Brauaufzeichnungen mit moderner Braukultur verbindet. Akademische Partnerschaften, öffentliche Programme und ein dedizierter Forschungszugang für Historiker, Wissenschaftler und Studierende.

Angestrebte Zusammenarbeit mit
Münchens sechs Brauereien Bayerisches Hauptstaatsarchiv Stadtarchiv München Universitätssammlungen Privatsammlern

Unter der Erde: das Handwerk selbst.

The underground brewery — the working heart of DASFASSL
Die unterirdische Brauerei — vom Korn bis ins Glas, unter dem Museum
The 200-seat theater beneath DASFASSL
Das Theater mit 200 Plätzen — neun Jahrhunderte Braukunst, zum Leben erweckt

Unter dem Museum liegt das arbeitende Herz von DASFASSL. Unter der Erde, wohin Münchens Brauer schon immer gegangen sind — in die Keller — steigen die Besucher hinab in eine lebendige Brauerei. Dies ist keine Ausstellung über das Brauen. Es ist das Brauen: Kupferkessel in Betrieb, Malz in der Luft, Brauer bei ihrem Handwerk.

Das Erlebnis folgt dem Bier vom Korn bis ins Glas. Die Besucher gehen den ganzen Weg — Mälzen, Maischen, das Kochen, die Hefe, die stillen Wochen der Lagerung in der Kälte — geführt von den Menschen, die es machen, und jeder Schritt geschieht vor ihren Augen. Was die Ordnungen oben auf dem Papier regelten, zeigt der Keller im Kupfer. Und am Ende des Weges: ein Glas des Hausbiers, gebraut wenige Meter von dort, wo es ausgeschenkt wird.

Neben der Brauerei führt das Theater mit 200 Plätzen die Geschichte weiter — mit Film, lebendigem Erzählen und Veranstaltungen, die neun Jahrhunderte Braukunst direkt an der Schwelle der Wiesn zum Leben erwecken.

Sechs Häuser, eine Geschichte

Augustiner. Paulaner. Hacker-Pschorr. Hofbräu. Spaten. Löwenbräu.

Six traditional Bavarian beers

Diese Namen sind nicht nur Brauereien — sie sind die Kapitel von Münchens Seele. Seit Jahrhunderten konkurrieren, innovieren und perfektionieren sie ihr Handwerk unabhängig voneinander. Doch zusammen erzählen sie eine Geschichte, die keine einzelne Brauerei allein erzählen könnte: die Geschichte, wie diese Stadt zur Welthauptstadt des Bierbrauens wurde.


DASFASSL strebt danach, die Bühne für diese kollektive Erzählung zu sein. Wir stellen uns einen Raum vor, in dem diese legendären Brauer durch die Jahreszeiten wechseln — jede Brauerei verwaltet diese Halle für ein Kapitel des Jahres und bringt ihre Brauoperationen, historischen Schätze und Meistertechniken unter einem Dach zusammen.


Nicht um sie zu verschmelzen. Nicht um ihre individuellen Identitäten zu schmälern. Sondern um zu würdigen, wie ihre parallelen Wege etwas Größeres als sie selbst erschaffen haben.


Unser Ziel ist es, mit diesen Hütern der Tradition in Kontakt zu treten und zusammenzuarbeiten — in der Hoffnung, etwas zu bauen, worauf sie stolz sein können, Teil davon zu sein. Ein lebendiges Denkmal für die Münchner Braukunst — erzählt von den Brauern selbst.

Augustiner Hacker-Pschorr Hofbräu Löwenbräu Paulaner Spaten
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